Bericht & Gedicht von Karin Kielreiter zum Apnoe Happening 2016

“Zur gekrönten Unschuld”
und die “tibetische Niederwerfung”
passt das zusammen?

Auch in diesem Jahr machten sich die Lübecker in kleinen Reisegruppen auf den Weg nach Nordhausen. Ob mit der Bahn, dem Auto, oder dem Camper….egal wie, für uns ein “MUSS” dabei zu sein.

Bei satten 35° Grad am Donnerstagabend erfreuten wir uns beim Anblick des Sundhäuser Sees:
Er versprach Abkühlung.

Wer sich bei der Anmeldung im Nordhausener Zelt auf das diesjährige Geo-Caching eingelassen hatte, der hat den See auf besonders anspruchsvolle Art und Weise kennengelernt. Die Nordhausener Freimaurer spielten hier die Hauptrolle. Gegründet 1790 von sieben jungen Männern unter dem Namen: “Zur gekrönten Unschuld”. Diese Loge bildet eine Gemeinschaft, die ihre Mitglieder zur geistigen Freiheit, zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Toleranz führen soll. Ein elementarer Grundsatz der Freimaurer ist die ständige Arbeit an sich selbst, entsprechend der Grundideale: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Humanität.

“Was also haben die Freimaurer mit dem Apnoe-Happening zu tun?”

Waren wir bereits 2013 vom Geo-Caching begeistert, sind wir dieses Jahr zum Teil an intellektuelle Grenzen herangeführt worden. Das Caching brachte uns in Nordhusia (http://www.actionsport-nordhausen.de/nordhausen-mainmenu/nordhusia/) in die Kirche zum Wimmelbild.

Dort hatten wir die Aufgabe, die Freimaurer Symbole zu zählen. Zum Beispiel: “Zähle die “Gss”. Gemäß den Grundsätzen der Freimaurer folgend, tauchten wir “in geistiger Freiheit” ab, um vor dem Wimmelbild konzentriert zu zählen: “1….,2….,3….4,…”, wieder aufzutauchen und die Zahl an die Gruppe weiterzugeben.

“Wieviele waren es?” Schön, wenn unterschiedliche Ergebnisse auftauchen. Also, nochmal runter.

Wenn man die Interpretation der Bedeutung der “Gs” anschaut, geht man davon aus, dass das “G” eine “6” ist, und für die “6ste Sphäre” steht: das Sonnenzentrum im kosmischen Diagramm – Der Bereich der Selbstfindung. Das können wir bestätigen, denn wir haben zu uns gefunden. Auch wenn, oder gerade, weil ein Teammitglied orientierungslos in der Kirche umhergetaucht ist – immer entgegengesetzt zum Wimmelbild. Auch die Anzahl der Zirkel (das Symbol für die intellektuelle und emotionale Arbeit an sich selbst) brachte die eine oder andere Zahl an die Oberfläche, die sich mit der nötigen Toleranz ermitteln ließ. Im Team zu lösen ist hier ein “MUSS”.

Zahlreiche Aufgaben im Geo-Caching ließen uns “ständig an uns arbeiten”. Was einigen Lübeckern sehr leicht viel und anderen so ganz und gar nicht. War es der einen Gruppe ganz klar, dass man die “Panflöte” tatsächlich spielen musste, um die entsprechende Lösung zu erhalten, gaben andere auf. Verdienter Weise hat die eine Lübecker Gruppe den 1. Platz im Geo-Caching gewonnen. War sie doch die einzige Gruppe, die ALLES gelöst hat. Um noch einmal mit den Freimaurern zu sprechen: mit Duldsamkeit, Nächstenliebe und gesellschaftliche Verantwortung habt ihr Lübecker ehrenhaft vertreten. Danke an Alina, Nicole, Susanne und Dieter.

Neben dem Geo-Caching war auch in diesem Jahr wieder eine Fülle von Bojen vorhanden, die es jedem Apnoetaucher möglich machten, seine Tiefen zu erreichen und weiter an sich zu arbeiten. Ob Spaßtaucher oder Abnahmen-Jäger, alles war möglich. Und obwohl sich der behagliche, ruhige Sundhäuser See zwischenzeitlich wie die stürmische Ostsee aufführte, konnten die Lübecker einen weiteren “Goldjungen” mit nach Hause nehmen. Letzte Abnahme, 25 Meter tief tauchen. Herzlichen Glückwunsch, Christian.

Bereits vor der Hinfahrt nach Nordhausen warteten wir neugierig auf das Programm und die Angebote „über Wasser, an Land”. Kaum war das Programm online, sprach mich eine Kollegin an: “Die tibetische Niederwerfung mit Ralf” gab Anlass zu Spekulationen.

“Fährst du wirklich zum Apnoe Happening?”. „Besitzt du wirklich einen Neoprenanzug und keinen aus Latex?”. Das waren berechtigte Fragen. Und da sie an diesem Wochenende auch nach Nordhausen wollte, lud ich sie “auf unsere Wiese” ein: “Komm doch mal vorbei und schau dich um.”

Der Besuch meiner Kollegin auf “unserer Wiese” brachte mich in weitere Erklärungsnöte. “Was sind das für Gesänge aus den Zelten?” Nun hatte ich Gelegenheit die verschiedenen Kursangebote zu erklären.

• Meditation: um entspannt tauchen zu können, nutzen wir das Chanting.
• Atemtechnik: war schnell und plausibel erklärt.
• Kundalini Yoga mit dem Mantra “Sat-Nam”, zur Konzentration, leuchtete ein.
• Herz Chakra, und die Zuordnung des Elementes “Luft” und das wir auf alle 7 Chakren (Hauptenergiezentren) achtgeben sollen, passt für jeden von uns.
• Tibetische Niederwerfung: konnte ich auch wieder mit Yoga in Verbindung bringen und die Wirkung für den gesamten Körper darstellen.
• Aqua Power: das war easy. Anschaulich im Wasser stehend und mit “Hanteln” bestückt, wurden die Muskelgruppen trainiert.

Schön war es, den Apnoe-Sport in seiner Vielseitigkeit darzustellen und jemandem zu erklären: “Nein, es ist nicht nur Luft anhalten. Apnoetauchen ist so viel mehr!”

Wir könnten noch wesentlich mehr berichten: über die tolle Tombola und die Preise, über Statik im Pool, Wetterumschwünge und Zeltkapriolen, Planwagen fahren…ach, und…und…und…

Wir wollten euch mit diesem Bericht einen Eindruck von diesem wunderbaren “Apnoe-Happening 2016” geben. Euch neugierig machen und uns bei Hilde, Uli und dem gesamten Team für dieses fantastische Happening bedanken.

“Die Lübecker-die DUC´ler-die Hanseaten” Peter (der Chef)-Susanne-Grethen-Andrea-Nicole-Christian-Heiner-Christian-Matthias-Ralf-Katja-Dieter-Alina-Ilka-Karin” und wie immer in alter Tradition: das Gedicht als “DANKE SCHÖN”

Nordhausen 2016

Ein Gedicht von Karin Kielreiter

“Nordhausen?” Schon gehört?
2016 – auch wieder sehr begehrt

Ob Hitze, Sturm und Regen,
egal – es wird sich viel bewegen.

Frentzel statt Valsalva, K… K… T… T….
Druckausgleich geblockt, mit Katja,
das hat gerockt.

Panflöte und Wimmelbild,
machten uns ganz wild.

Zahlengeschiebe auf Neptun´s Deck,
machten gleich zwei ganz jeck.

Mit Heike im See – Aqua Power,
das ging auch ohne Waden-Aua.

Kundalini, Chakra, Atmung und Meditation,
3 Stunden bis zur inneren Faszination.

Freimaurer-zirkel und Schullatein….
wir fanden´s am Ende etwas gemein…

Close
Go top